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    Wenn einer eine reise tut dann kann er was erleben

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    Theodor Fontane — Wo immer die Welt am schönsten war, da war sie öd und leer. Der, welcher in ein Land reist, bevor er einige Kenntnisse von dessen Sprache hat, geht in die Schule und nicht auf Reisen. Befindet man sich jedoch weit von einer Zivilisation entfernt, könnte es auch trotz Reisekrankenversicherung spannend werden, wenn man den noch tätigen Medizinmann mit all seinen Geheimnissen im Outback plötzlich braucht. Marcus Trentus Varro — 27 v. Theodor Fontane Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat haben.

    Die Zugchefin bestätigte mir, dass es möglich wäre, Düsseldorf Flughafen auszusteigen, nachdem Sie mit dem Düsseldorfer HBF telefonierte, die die Information an den Flughafen weitergab.

    Während der Zugfahrt dann gab es einen Personalwechsel und der Zug hatte darüber hinaus wegen eines Notarzteinsatzes eine halbe Stunde Verspätung.

    Am Düsseldorfer Flughafen Terminal kamen wir ca. Die Türen öffneten sich. Leute stiegen ein und aus. Am Bahnsteig war keine Mobilitätshilfe zu sehen.

    Wir hielten sie auf, weil am Bahnsteigende ein Bahnmitarbeiter mit Hebebühne herbeieilte. Der Zug fuhr mit mir drin weiter. Es gab also, entgegen der Behauptung in der Bestätigungsemail, einen Hublift am Bahnsteig.

    Wäre das Bahnsteig-Servicepersonal nicht verspätet gewesen, hätte ich prima aussteigen können. Ärgerlicherweise kam noch hinzu, dass ich nach dem Personalwechsel im Zug keinen Bahnmitarbeiter mehr im Zug auffinden konnte, der im Notfall hätte einschreiten und den Zug für ein paar Sekunden noch aufhalten können.

    Die Zugbegleiterin die ich antraf verwies mich immer an die Zugchefin, die aber nirgends und nie auftauchte und der Zug einfach losfuhr.

    Der halbe Wagon war in Aufruhr um mir behilflich zu sein. Niemand von der Bahn erschien und tauchte auf. Die Türen schlossen sich und der Zug fuhr einfach weiter.

    Die Notbremse wollten wir dann doch nicht ziehen…. Summasumarum kam ich insgesamt 1,5 Stunden zu spät zu meinem Termin.

    All das hätte vermieden werden können, wären die Bahnmitarbeiter zur richtigen Zeit da gewesen, wo man sie erwartet.

    Sowohl im Zug als auch am Bahnsteig. Ich fahre sehr viel Bahn. So viel, dass sich für mich eine BahnCard rechnet.

    Im Grunde bin ich mit dem Service der Bahn auch relativ zufrieden. Aber die Aktion heute hat für mich dann doch den Vogel abgeschossen, dass ich es einfach twittern musste.

    Der Transparenz halber habe ich diesen Brief auch unter: Heute morgen um 8: Zum Glück war ich schon wach und unterwegs.

    Am anderen Ende der Leitung: Ich staunte nicht schlecht, als es Herr Grube persönlich war. Das scheint er häufiger zu machen , wie ich beim googlen herausfand.

    Er entschuldigte sich bei mir für die Unannehmlichkeiten und sprach von einer unglücklichen Verkettung von Umständen die so eigentlich nicht vorkommen sollten.

    Ich habe ihm gesagt, dass für mich die Sache damit erledigt sei. Von nun an wollen wir im Dialog stehen. Nur das ein Fahrgast für mich dann die Notbremse gezogen hat, damit ich zu meinem Kind komme, dass einsam und alleine auf einem Bahnhof ohne Personal heulend stand.

    Nach dem ich im mitgeteilt habe, dass dies nicht durch mich sondern durch einen netten unbekannten Mitreisenden geschah wollte er unverrichteter Dinge wieder abziehen.

    Meiner Bitte, die Türen zu öffnen, damit ich aussteigen und zu meinem weinenden Kind gehen kann, entsprach er nicht.

    Die ganze Kontrolle fand bei stehendem Zug statt und führte zu einer erheblichen Verspätung, die dann wohl dafür verantwortlich war, dass beim Aussteigen von mir und meiner Tochter nicht mehr genug Zeit war, zu kontrollieren, ob noch Menschen am Aussteigen sind.

    Dass die Tür von mir immer wieder erneut geöffnet wurde, war wohl nicht aussreichendes Indiz hierfür, dass da noch jemand dabei war den Zug zu verlassen, sondern Anlass, die Türen endgültig zu blockieren.

    Das Gleiche ist mir auch mit meiner Mutter im Rollstuhl passiert, die sich dann von Freiburg auf den Weg nach Basel machen musste und auf der Rückfahrt ebenfalls des Schwarzfahrens bezichtigt wurde.

    Ich muss hier an dieser Stelle mal sagen, dass dein Vorfall Raul, natürlich sehr ärgerlich ist, aber ich bisher noch nie ein Problem mit dem Mobilitätsservice hatte.

    Dann wurde der Zug einfach kurzfristig 15min vor Abfahrt auf ein anderes Gleis umgeleitet, damit ich reinfahren konnte. Alle anderen Passagiere, die zuerst auf dem falschen Gleis standen waren stink sauer, aber das war der Bahn egal.

    Super klappt auch immer, dass ich manchmal 1. Klasse fahre, und in der 2. Klasse auch noch ein Rolli Fahrer im Zug sitzt. Das ist für die Bahn aber auch kein Problem.

    Wenn ich deinen Bericht so lese, hab ich vermutlich teilweise auch Glück gehabt die letzten Jahre. Aber wenn etwas meiner Meinung nach in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern und im allgemeinen gut klappt für Rollstuhlfahrer, dann sind es die Bahn und Studentenwerke: Mag sein das es für manche gut läuft mit dem Mobilitätsdienst — in unserem Fall war es eine schlimme Katastrophe.

    Ich hatte alles im Reisebüro gebucht und auch am Tag vorher mit dem Mobilitätsdienst gesprochen. Es ging darum, das mein Sohn nicht Lesen und Schreiben kann und auf einem Bahnhof Unterstützung braucht beim Umsteigen.

    Etwas nervös fuhr mein Sohn früh morgens los — es sollte seine erste Reise sein, die er vollkommen alleine schaffen wollte. In Mannheim angekommen — stieg er aus und suchte am Bahnsteig nach dem Mobilitätsdienst.

    Dank Handy und Internet lotzte ich ihn dann zum richtigen Gleis. Leider war sein Anschlusszug weg und das Handyakku fast leer.

    Lange können sie nicht gesucht haben — den schon kurz nach seiner Ankunft telefonierte ich mit ihm und er war ganz alleine am Gleis… Gelernt haben wir dadurch andere Wege zu finden — den Mobilitätsdienst haben wir nicht wieder in Anspruch genommen….

    Hab auch schon die buntesten Sachen mit dem Mobiservice der DB erlebt. Einmal wurd ich sogar am Bahnsteig, wo ich umsteigen musste, sitzengelassen.

    Trotz Anmeldung kam einfach keiner. Wenn man sich dann mal beschwert, wird man nicht ernstgenommen und immer nur vertröstet.

    Hätte ich eine Wahl, würde ich nicht Bahn fahren. Hallo Raul, nett wäre es auch wenn du schreiben könntest wie viele Hundert mal es mit dem Mobiservice geklappt hat und nicht nur über diese eine mal mit Problemen.

    Auch beim Mobiservice arbeiten nur Menschen. Ich meine, für manche Vorträge oder Workshops erhalten die Redner ja eine Provision oder so.

    Wenn du die nicht in Anspruch nehmen konntest, könntest du ja zumindest überlegen, ob eine Schadensersatz-Klage gegen die Deutsche Bahn angemessen wäre.

    Dann spürt das Unternehmen, dass ein vernachlässigter Mobilitätsdienst auch zu Mehrkosten führt. Allerdings kann es auch dazu führen, dass der Dienst daraufhin eingestellt wird?

    Ich finde aber, es ist zumindest eine Überlegung wert. Würde ein Unternehmer vermutlich auch in Erwägung ziehen. Tja, dem Mobilitätsservice von der Bahn vertraue ich auch nicht mehr.

    Hab den vor drei Jahren auch gebucht. Dort kann man täglich neu Zeuge werden, wie zwei Welten aufeinander prallen. Eine Welt, in der die Menschen viel an Luxusgütern und gutem Leben haben und sich auf der Sonnenseite des Lebens genüsslich freuen dürfen.

    Zu dieser Gruppe gehört man als Tourist auch selbst. Oder es zeigt die leeren Augen armer Flüchtlinge, die sich dennoch an eine letzte Hoffnung auf ein besseres Leben klammern.

    Armut und Krieg gab es zu allen Zeiten auf der Erde. Aber die Schere zwischen arm und reich, zwischen Habenden und Nichthabenden hat sich immer weiter aufgetan.

    Damit hat sich auch das Reisen für diejenigen verändert, die sich nicht nur mit den Scheuklappen eines Durchschnittstouristen auf Fun-Reise begeben, sondern den wahren Zustand der Welt bewusst an sich heranlassen.

    Reisen kann also auch heute noch Menschen stark verändern…. Und natürlich gibt es zum Glück auch noch die klassische Reise im Frieden.

    Mag man durch das einsame Patagonien reisen, die Pinguine am Südpol auf Distanz filmen oder an einer Touristen-Safari in Afrika den Rest der noch überlebenden Tierwelt bestaunen.

    Man kann also noch immer viel erleben, wenn man eine Reise tut, wie uns schon Matthias Claudius zu erzählen wusste. Ob und welches Auge man bei seinen Reisen durch die Welt dabei offen hält, ob man das Herz dabei aktiviert und den Verstand einschaltet, wenn man den Blick tiefer auf die Zustände lenkt, ist allerdings eine Frage, die nur individuell zu beantworten ist.

    Matthias Claudius über Reisen. Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Weitere Zitate Matthias Claudius Reisen.

    Jannis war auch dort, da er von Julia aus den Nahe gelegenen Nationalpark besuchen wollte. Die beiden empfingen uns und erzählten uns von ihrem Plan morgen mit dem Auto eines Freundes, Aaron, und eben diesem Freund den Murchison Falls Park zu besuchen.

    Sie schlugen uns vor, mit ihnen zu kommen, so dass wir aufgeteilt einen Guide auch in unser Auto bekommen könnten.

    Anders wäre das nämlich sehr schwierig gewesen, da unser Auto ja voll besetzt war. Wenn man früh genug aus dem Park fahren würde.

    Das hörte sich alles gut an und so konnten wir unsere schmutzigen Klamotten auch nochmal in Kigumbas Waschmaschine!!! Den Nachmittag nutzen wir um zusammen mit Julia und Jannis in den Ort zu gehen.

    Wir sahen uns bei Schneidern und in kleinen Läden um, das schönste war aber der Wochenmarkt. Diese Ameisen haben gerade Saison.

    Laut Niklas sind sie aber etwas geschmacklos. Am nächsten Morgen mussten wir früh raus. Um 5 Uhr klingelten die Wecker und um halb sechs wollten wir los fahren.

    Von Aaron bekamen wir jedoch die Nachricht, dass wir ihm erstmal Starthilfe geben müssen, da sein Auto sonst nicht anspringen würde. Nachdem auch das geschafft war fuhren wir durch die dunkle ugandische Nacht, bis wir im Morgengrauen das Parktor erreichten.

    Auf dem Weg hatten wir uns auch nur einmal kurz verfahren, weil der einheimische Aaron die Ausfahrt verpasst hatte. Rolex in Uganda sind recht günstig.

    Dann ging es weiter durch den Park Richtung Fähre. Am Ufer der Nils mussten wir dann auf die Fähre warten. Auch gerade deswegen, weil er so herrlich ungenau gezeichnet war.

    Auf der Überfahrt sahen wir Hippos, also Nilpferde, im Nil liegen. Sie schienen vor sich hinzudösen und wir kamen nicht ganz so nah an sie heran. Ein weiblicher Guide kam zu uns ins Auto, dann fuhren wir in Richtung Grasland, der Botanikzone, wo sich die meisten der wilden Tiere aufhalten, da sie dort das nahrhafteste Futter finden.

    Schon nach einigen Metern sahen wir die Jacksonantilope mit ihrem witzigen länglichen Gesicht und den komisch gebogenen Hörnern. Laut unserer Guide eine sehr vergessliche Antilope.

    So schlimm vergesslich, dass sie während der Jagd vergisst, dass sie gerade gejagt wird. Doch auch andere Antilopenarten konnten wir bewundern.

    Witzig waren auch die Warzenschweine, oder wie Julia so schön sagt, die Pumbas! Leider scheinen sie nur sich selbst zu haben, keine Timons weit und breit.

    Aber vorerst genug vom König der Löwen! Nachdem wir auch an Wasserbüffeln vorbeigekommen waren sahen wir in der Ferne eine Gruppe Elefanten.

    Ich hielt eine Weile an. Als wir das Auto von Julia, Jannis, Niklas und Aaron wieder erreicht hatten, die vor uns gefahren waren, sahen wir, dass eine Herde Giraffen ganz in der Nähe war.

    Wir stiegen aus dem Auto aus und beobachteten die majestätischen Tiere mit den blauen Zungen. Wenn sie rennen, sieht das aus wie in Zeitlupe!

    Langsam knicken die langen Beine ein und strecken sich wieder. Aarons Auto war schon weitergefahren und so stiegen auch wir wieder ein.

    Ich drehte an der Zündung und…. Das konnte doch nicht wahr sein. Den ganzen letzten Tag war es super gelaufen!

    Wir versuchten alles, doch nichts half. Kurz darauf kam ein Auto mit tschechichen Muzungus vorbei. Sie versuchten ebenfalls das Auto zum laufen zu bringen und siehe da, nach einigen Minuten sprang es wieder an.

    Wir fuhren an eine Stelle, an der wir ihn dann wirklich sehen konnten: Den König der Löwen! Oder besser gesagt die Königin mit Prinz und Prinzessin!

    Eine Löwenmutter mit ihren beiden gerade mal einen Monat alten Jungen. Es war ein wundervolles Erlebnis die Kleinen miteinander und auf ihrer Mutter herumtollen zu sehen.

    Diese ertrug das mit Seelenruhe. Unsere Guide erklärte uns, dass sie die Löwen wegen ihrer Geduld bewundert. Sie warten teilweise Stunden, bis Tage lang mit knurrendem Magen, bis sich die beste Gelegenheit zum Jagen ergibt.

    Auf dem Rückweg machten wir noch eine ganz tolle Bekanntschaft. Er hatte einen Riss im linken Ohr. Damit wir ihn besser sehen konnten, wollte ich schon langsamer fahren, da sagte die Guide dass wir ja nicht anhalten, sondern zügig weiter fahren sollten.

    Einzelne Elefantenbullen seien gefährlich. Da sie sich ungeschützt fühlen, greifen sie manche Autos an, wenn sie ihnen zu nahe kommen.

    Wir waren schwer beeindruckt. In ihrem natürlichem Lebensraum. Das entschädigte für alle Strapazen. Von denen hatten wir anscheinend für diesen Tag noch nicht genug abbekommen.

    Kaum waren wir aus dem Games Drive Teil heraus, lotste uns unsere Guide in eine Pfütze, in der wir stecken blieben und prompt würgte ich den Motor ab.

    Nach Starthilfe und Anschieben brachten wir das Auto wieder auf besseren Boden. Die Parkwächter empfohlen uns einen Mechaniker im Park aufzusuchen, da wir sonst auf unserem Rückweg durch die freie Wildbahn erneut liegen bleiben könnten.

    Wir wurden langsam nervös, da wir noch nicht sicher waren, wo wir in der Nacht schlafen würden, Geld mussten wir noch abheben und zu Mittag hatten wir auch noch nicht gegessen.

    Als sie dann da waren konnten sie uns relativ schnell helfen. Bei der Starthilfe die wir Aaron am Morgen gegeben hatten musste sich eine Schraube am Kontakt zur Autobatterie gelockert haben.

    Diese war auch nicht mehr ganz funktionsfähig. Nachdem sie ausgetauscht war fuhren wir zurück zur Fähre. Mit ein paar Ugandashilling konnten wir den Fährmann dazu bewegen uns eine halbe Stunde früher überzusetzen.

    Da wir an einem anderen Tor herausfahren wollten, als wir in den Park hinein gekommen waren, führte unser Weg durch den Teil des Parks, wo wir mit der Führerin schon gewesen waren.

    Seit sechs Uhr morgens war ich an diesem Tag gefahren und war froh, als mein Vater das Steuer übernahm. Antilopen, Warzenschweine und Vögel verschiedener Art sahen wir.

    Sogar nochmals eine Gruppe Elefanten, nicht weit entfernt! Uns war der Weg von dem Mechaniker und den Guides genau beschrieben worden.

    Der Weg sei in Ordnung, versprach man uns. Wir hielten uns an die Anweisungen. Was sollten wir machen? Das Stück sah so schlecht aus, aber das war unsere Richtung!

    Vorsichtig darauf bedacht, das Rutschen durch Gegenlenken auszugleichen. Doch die Matschschicht war zu dick und unsere Reifen zu schlecht. Erneut steckten wir im Schlamm im Graben fest.

    Keine Menschen weit und breit, die mit einer Harke nur darauf warteten, uns zu helfen. Die Gruppe von Elefanten hatten wir vor weniger als fünf Minuten gesehen.

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